Als Bodenpersonal Gottes unterwegs

Wir sind in Razlog, im Südwesten Bulgariens. Während wir neben vielen Kartons mit gut erhaltener Kleidung und anderen Hilfsgütern auch einige Fahrräder abladen, schaut uns ein junger Mann zu. Bis zum Schluss hofft er, eines davon zu bekommen. Doch leider muss er ohne ein Vehikel zu Fuß seinen Heimweg antreten. Noch bevor er geht, rät ihm sein Pastor, doch für ein Fahrrad zu beten.

Schon im Oktober wird unser nächster Transport nach Bulgarien stattfinden und wir werden wieder einige Fahrräder dabei haben. Wir sind heute schon gespannt auf die Augen des jungen Mannes, wenn wir ihm ein Fahrrad mitbringen werden und sein Gebet erhört wird.

Er arbeitet wie viele andere Menschen der Gemeinde in Razlog während der Sommermonate als Erntehelfer in der heimischen Landwirtschaft und da ist ein Fahrrad sehr praktisch, um zur Arbeit zu kommen. Denn ein Auto können sich nur wenige hier leisten, da die meisten als Tagelöhner und nur für eine Saison angestellt werden. Doch es fehlt nicht nur an Fahrzeugen, sondern an Kleidung und im Winter auch an Nahrungsmitteln.

Hier sind dann oft die Gemeinden gefragt. Die Christen in der Gemeinde in Razlog sind sehr dankbar für unsere Hilfe, die wir ihnen zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder bringen konnten. Ein koreanischer Missionar betreut die Freie Evangelische Gemeinde, die sich hauptsächlich um Romas kümmert. Unter diesem Volk herrscht auch in Bulgarien große Not, doch die Menschen sind sehr offen für Gottes Liebe, die zusammen mit unseren Hilfsgütern besonders authentisch weitergegeben wird.