Das HfN-Sonderprojekt: Sauberes Trinkwasser für eine Bäckerei in der Ost-Ukraine

Es gibt Orte, an denen Menschen nicht leben sollten, aber es trotzdem  müssen. Kinder sollten in Frieden auf der Straße spielen können, Eltern sollten Arbeit haben und genug Geld verdienen können, um ihre Familien zu versorgen, und Rentner sollten im gewohnten Lebensumfeld in Ruhe ihr Auskommen habe.

Doch es gibt viele Orte auf dieser Welt, die genau dies nicht bieten. Marianka ist ein solcher Ort. Seit 2014 können die Menschen in der ukrainischen Stadt Marianka nicht mehr friedlich leben, wohnen und arbeiten. Und es fehlt ihnen an sauberem Trinkwasser.

Ein Grundproblem in Marianka ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, davon haben wir durch unsere Freunde und langjährigen Partner in der Ukraine erfahren. Gemeinsam mit ihnen helfen wir seit einigen Jahren Menschen, die an der Frontlinie leben, mit Lebensmitteln, Kleidern und Rollstühlen. Schon einige Male haben wir Marianka selbst besucht und mit den Leuten dort gesprochen. Der gegenseitige Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft einiger Menschen untereinander haben uns zum Staunen gebracht.

Da gibt es ein Projekt, bei dem eine Bäckerei wöchentlich 1000 Brote bäckt und kostenlos an echt bedürftige Menschen verteilt. Diese Bäckerei muss das Trinkwasser teuer in großen Tanks einkaufen, denn das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, kann weder getrunken noch zum Backen benutzt werden. Im Haus gibt es auch eine relativ moderne Wasserfilteranlage. Doch hier ist der Hacken: Der Filter ist defekt und die Instandsetzung kostet knapp 3000 Euro.

Eine christliche Gemeinde hat das Gebäude angemietet, betreibt die Bäckerei und den dazugehörigen kleinen Laden und hilft mit der Brotaktion Menschen, die in Versorgungsnot geraten sind.

Wenn Sie dieses Projekt anspricht, freuen wir uns über Ihre Spende. Damit soll ein neuer Keramikfilter in die Filteranlage (siehe Foto) eingebaut werden und die Bäckerei und die kleine Gemeinde mit sauberem Trinkwasser versorgt werden, dass sie ihren Dienst an den Menschen der Stadt weiter tun können.

Hintergrundinfo zum Konflikt am Donbas:

Am Konflikt im Donezbecken (Donbas) hat sich in den vergangenen zwei Jahren nichts Grundlegendes geändert. Fast täglich kommt es zu Scharmützeln an der Kontaktlinie – häufig mit Toten und Schwerverletzten. Die Nichtimplementierung der Minsker Vereinbarungen und die regelmäßigen Drohgebärden der „Separatisten“ in den Donezker und Luhansker „Volksrepubliken“ gegenüber den OSZE-Beobachtern zeigen, dass Russland bislang nicht einmal an einer nachhaltigen Beruhigung der Lage, geschweige denn an einer Lösung des Konflikts interessiert ist.
20.12.2017 (Bundeszentrale für politische Bildung)

HfN in Mission

Im Donbas-Gebiet unterstützen wir missionarische Projekte und die Gründung neuer Gemeinden vor Ort. Hier haben wir junge Pastorenehepaare kennengelernt, die in entlegene Dörfer fahren und Menschen zum Bibellesen, Singen und Beten einladen. 

In diesen Dörfern gibt es zwar Kirchen, aber die Priester kommen oft nur einmal im Jahr dorthin. Die geistliche Not ist groß. Viele Menschen sehnen sich nach anderen Christen, die ihnen von Gott erzählen und ihnen helfen, ihren Mut und Glauben nicht zu verlieren. 

Auf dem Bild sehen Sie, wie der Pastor für die Menschen singt, während sie Tee und Gebäck genießen.

Liebe Freunde des HfN – nach unserer Winterpause planen wir außerdem schon wieder neue Hilfstransporte, unter anderem nach Rumänien.

Wir bedanken uns bei Ihnen für all Ihr Interesse und Ihre Unterstützung, ohne die wir den Menschen in den vergessenen Krisenregionen nicht zur Seite stehen können.

Herzliche Grüße und Gottes Segen wünscht Ihnen
Ihr Karl-Heinz Weber, Vorstand HfN