Liebe Freunde und Beter

wir befinden uns in einer sehr besonderen (Corona-)Zeit und sind aufgefordert, Stellung zu beziehen, Vorbild zu sein, durch und von Jesus Zeugnis zu geben, wenn Angst, Ratlosigkeit und Chaos herrschen. Welch einen Halt haben wir da doch in Gott, der immer der gleiche gute Hirte war, ist und bleibt!! Auch wenn wir Abstand halten müssen und getrennt voneinander sind, uns einsam fühlen: Gott füllt all diese Räume und Mängel aus, er freut sich, wenn wir seine Nähe erneut und immer wieder suchen und Zeit mit ihm verbringen! Gott ist ansteckend, aber ansteckend mit Gesundheit und Leben!!! Aus der Corona-Zeit kann eine von Gott gekrönte Zeit werden, er gibt Hoffnung, Kraft und Zuversicht! Er ist Sieger und Herr!!


Ende März sollte unser erster Transport nach Rumänien losgehen. Der Auflieger war schon lange davor geladen worden, um in dem vollen Lager Platz zu schaffen, gerade vor dem Ansturm nach der langen Winterpause. Doch dann kam alles anders: Corona-Verordnungen, Grenzschließungen…
Die Gedanken liefen heiß, welche Lösung man verwirklichen könnte, um den Leuten in RO die Hilfsgüter doch noch zugutekommen zu lassen. Gott hat Wege, wo wir keine mehr sehen, und so ergab es sich, dass eine rumänische Spedition einen Fahrer schickte, der wegen der Corona-Krise schon einige Wochen in Deutschland festsaß und auf Rückladung wartete, um endlich zu seiner Familie zurückzukehren und dabei auch noch seinen Lohn zu verdienen. Der Vorstand des HfN entschied, die Mehrarbeit auf sich zu nehmen und unseren geladenen Auflieger in den Auflieger der Spedition umzuladen, damit die Ware nicht verfiel und wir auch wieder Platz im Auflieger für den nächsten anstehenden Transport schaffen. Alles wurde sehr spannend und beschwerlich, weil man nur in Zweiergruppen und abwechselnd den Auflieger umladen konnte, was zwei halbe Tage dauerte. Dann wurde der LKW-Fahrer samstags, ausgestattet mit Desinfektionsmittel, Mundschutz und Handschuhen und Gottes Segen auf den Weg ins Ungewisse geschickt. Keiner wusste, wie es wirklich an den Grenzübergängen ablaufen würde. Gott sei Lob und Dank, kam er ohne große Probleme am Dienstag darauf an seinem Bestimmungsort an, wo er mit Freuden empfangen wurde. Ein Team lud seine Ware ab, er durfte nicht aussteigen und musste danach für zwei Wochen in Quarantäne. Aber er war zu Hause! Gott ist so groß: Er beschenkte uns damit, dass die Kosten nicht höher waren, als wenn wir selber gefahren wären. Somit hatten wir nur den Mehraufwand des Umladens. Da kann man wirklich dankbar sein.
Nun wollen wir euch teilhaben lassen, wie es beim HfN weitergeht.
Die ersten Annahmetermine fanden noch statt und liefen ganz gut an, doch dann schlossen auch wir unsere Türen wegen Corona. Wir sind auch ausgebremst und haben unser Lager und die Annahme bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Diese Zeit nutzen wir, um all das Anstehende und Liegengebliebene aufzuarbeiten. Gewerkelt wurde fleißig, anfangs in 5er-, dann in 2er-Gruppen, damit das Lager wieder vollständig begehbar und belegbar wurde. Peter R. und T haben die Zargen und Türen im Untergeschoss gesetzt, wodurch die Räume mit schönen weißen Türen wieder voneinander trennbar sind. Es sieht wundervoll aus, gerade auch mit dem neuen Boden, den Peter in den Räumen gelegt hat.
Ende März haben Peter R., Ruben und Peter Z. sich an die Erweiterung der Empore gewagt, damit wir einen besonderen Platz für leere Paletten haben und dadurch noch mehr Lagerplatz für die Hilfsgüter gewinnen. Es ist so schön, eine Freude, Profis beim Werkeln zuzuschauen und am Ende ein tolles Ergebnis zu sehen, mit dem langsam wieder Ordnung ins Lager kommt (ihr erinnert euch noch an das Chaos und die Schäden durch die zwei Hochwasser letztes Jahr im Lager).
Am Gründonnerstag haben Oliver und Peter R. die Trennwand zwischen den zwei unteren Räumen fertiggestellt und montiert, ein Riesengewinn und eine klasse Sache, das ist richtig schön geworden. Draußen wurde Gartenpflege mit Rasenmähen und Kiesfilterreinigung betrieben, die Garage und der Unterstand wurden aufgeräumt. Eine fleißige Putz Fee hat das ganze Lager von schwerem Baustaub befreit und nun strahlt es und ist richtig einladend.
Seit Freitag, 17. April, können wir Open Hands, dem Arbeitszweig mit Kindern in Suceava-RO, endlich den versprochenen Platz im Lager zur Verfügung stellen. Mit Elena zusammen haben wir die Sachen an Ort und Stelle sortiert und ein/aufgeräumt. Somit bekommt jetzt nach und nach jedes Projekt (Ukraine, Rumänien, Bulgarien, medizinische Produkte, Esthers Weihnachtsaktion…) seinen festen Platz im Lager, alles wird übersichtlicher und leichter für das Laden.
Allen fleißigen Helfern wollen wir ein herzliches Dankeschön aussprechen, Gott segne euch reichlich für euren Einsatz!
Weitere Projekte wären noch: Fenster streichen, Kiesfilter vom Dreck befreien und neuen Kies einfüllen, Fassade restaurieren, Küche fertigstellen… Wir freuen uns über jeden freiwilligen Helfer, der bereit ist, eine Stunde oder mehr in den HfN zu investieren, und natürlich auch über Spenden für die Fahrten und die Renovierung oder Tilgung der Rückzahlungsrate für das Lager.
Wir hoffen, bald die Türen wieder öffnen zu dürfen und die Hilfsfahrten aufnehmen zu können. Geplant ist, im Juni nach Bulgarien zu fahren, da dort und auch in anderen Ländern im Osten große Not, Arbeitslosigkeit und Hunger herrschen, jedoch auch Hunger nach Gottes Wort und nach „Wiederbelebung“. Jede Krise birgt eine Chance. „ Nahet euch zu Gott, so wird er sich zu euch nahen;“ Jakobus 4,8
Euch allen wünschen wir eine gesegnete, „Gott nahe Zeit“, seid bewahrt
Euer HfN Team